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LEONHARDIRITT
Der heilige Leonhard als Schutzpatron

Der Todestag des Heiligen ist der 6. November. Vielerorts findet der Leonhardiritt am Sonntag nach Leonhard statt. In Bayern lässt sich südlich der Donau seit dem Barock eine große Zahl an Leonhardi-ritten und -fahrten nachweisen.

Ursprünglich galt Leonhard als Patron der Gefangenen. Er erhielt zur Urbarmachung kirchlichen Landes Strafgefangene, deren Indienstnahme als Befreiung interpretiert wurde. Dass Leonhard Schutzpatron der Tiere im Allgemeinen und der Pferde im Speziellen wurde, ist eine bayerische Besonderheit (seit dem 17. Jahrhundert). Wahrscheinlich führte sein Erkennungszeichen, die Sklavenkette, zur Ausweitung seiner Schutzfunktion auf die in der Landwirtschaft eingesetzten Tiere, insbesondere die wertvollen Pferde. Zwar haben Pferde in der heutigen Landwirtschaft nahezu ausgedient, aber das Reiten als Freizeitvergnügen und Sport belebt den Brauch der Leonhardiritte erneut.

Der Leonhardiritt in Illerbeuren

Am Sonntag, 11. November 2018, findet die Prozession zu Ehren des Heiligen Leonhard in Illerbeuren statt.

Beginn der Prozession: Um 13 Uhr setzen sich alle Reiter, Reitergruppengruppen und Gespannlenker in Bewegung, Start ist am Feuerwehrhaus Illerbeuren. (Illerstraße)

Segnung: Sie findet im Anschluss an die Prozession vor der Museumskapelle statt, durchgeführt hoch zu Ross von Pater Alois Christen aus Lautrach.

Diesjährige Schirmherrschaft: Wolfgang Ott, Museumsleiter des Bauernhofmuseums

Musikkapellen 2018: Illerbeuren-Kronburg, Lautrach und Maria-Steinbach

In Illerbeuren wird jährlich am Heiligentag des Leonhards (6. November) oder am darauf folgenden Sonntag der Leonhardiritt veranstaltet. Ein langer Zug von Reitern, Kutschen und Musikkapellen macht sich auf den Weg durch das Dorf zur Leonhardkapelle im Bauernhofmuseum. Dort werden die Pferde gesegnet. Alljährlich steht der Leonhardiritt unter der Schirmherrschaft einer wichtigen Persönlichkeit aus der Region. 

Der seit vielen Jahren in Illerbeuren gepflegte Brauch des Leonhardiritts findet regen Zuspruch. So nehmen hunderte von Zuschauern sowie zahlreiche Reiter und Gespannlenker an der farbenprächtigen Prozession teil. Drei Musikkapellen begleiten den Zug. 

Im Anschluss an die Segnung trifft man sich zur Einkehr im Museumsgasthaus Gromerhof, oberer Saal.
Die Bewirtung übernimmt die Narrenzunft Illerwinkel e.V.           

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