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DAS MUSEUM

Das Museum ist ein dreidimensionaler Speicher der vergangenen ländlichen Kultur in Schwaben - vom Allgäu bis ins Ries.

Das Freilichtmuseum zeigt in erster Linie Zeugnisse der ländlichen Baukultur, also eingerichtete Häuser und Höfe, aber auch spezielle Objektsammlungen, thematische Ausstellungen und vieles mehr, das zum Verständnis der ländlichen Kulturgeschichte beiträgt.

- Rundgang
- Haus zur Schützenkultur
- Kulturpflanzen im Museum
- Alte Haustierrassen

Träger:
Der Träger des Schwäbischen Bauernhofmuseums Illerbeuren ist ein Zweckverband, dem der Bezirk Schwaben, der Landkreis Unterallgäu und der Heimatdienst Illertal e.V. als Mitglieder angehören.

Eröffnung: 1955 - erstes Freilichtmuseum in Süddeutschland

Geländegröße: 12 Hektar zugänglich (weiter im Ausbau)

Häuser: 32 historische Gebäude, der Ausbau schreitet weiter voran

Weil sich in einzelnen Landschaften unterschiedliche Hausformen herausbildeten, präsentiert das Bauernhofmuseum seine Gebäude in Baugruppen, die idealtypische Ansiedlungen bilden.

Dargestellte Baugruppen, bereits zugänglich:
"Alte Museumsdorf" (erstes Freilichtmuseum in Süddeutschland, Gestaltung und räumliche Ausrichtung der Häuser entspricht den Anfängen der Museumsgeschichte, 19 Gebäude, teilweise In-Situ-Häuser)

Baugruppe "Technik auf dem Land" (Technisierung in der Landwirtschaft: Maschinenwerkstatt, Pumphaus zur Wasserversorgung und Windrad zeigen techn. Fortschritt, funktionsfähig)

Baugruppe "Mittelschwaben" (6 Gebäude zeigen verschiedene Zeitschnitte und Bauformen in Mittelschwaben, mit Feldern, Gärten und Weiden) hier erfahren Sie mehr über Hausversetzung und Museumsarbeit: Eine Medienstation in der Sölde Siegertshofen von 1669 aus dem Augsburger Umland dokumentiert den "Hausumzug". Daneben zeigt ein Schweinestall aus Lauben/Landkreis Unterallgäu die Veränderungen in der Stallhaltung.

Torfwirtschaft "Otto Hamp" mit Freiluftkegelbahn (Folgen der Industrialisierung und des Eisenbahnzeitalters
zwischen Ulm und Augsburg)

Regionale Baugruppen sind in Planung bzw. im Aufbau, noch nicht zugänglich:
- Nordschwaben
- Alpenraum
- Bodensee
- Alpenvorland

Zeitspanne:
Die ältesten Häuser stammen aus der Zeit kurz nach dem 30jährigen Krieg, wie etwa die Sölde aus Siegertshofen bei Augsburg (1668/69), die Sölde aus Honsolgen bei Buchloe (1674) oder der Kornspeicher aus Volkratshofen bei Memmingen (1686). Sie sind alle mit Stroh eingedeckt, was vereinzelt sogar bis um 1900 in Schwaben noch zu sehen war. Die Strohdächer wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts von den nun kostengünstigeren maschinell hergestellten Dachziegeln abgelöst. Auch die Brandversicherungen sorgten dafür, dass die Strohdächer zuerst von den Wohnhäusern, dann auch von den Stadeln und Ställen verschwanden.

Die Veränderung der Dörfer und der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert zeigen u.a. der Nattererhof im Zeitschnitt der 1950/60er Jahre und das Behelfsheim aus Gessertshausen. Dieser Gebäudetyp wurde aufgrund der Wohnungsnot am Ende des 2. Weltkrieges etabliert. Bombardierte Städter flüchten auf das Land.

Dargestellte kulturgeschichtliche Themenabteilungen, zugänglich:
Haus zur Schützenkultur (reichhaltige Präsentation über die lange und traditionsreiche Geschichte des Schützenwesens - noch nicht zugänglich)
Ausstellung: Zeit(t)räume (Landleben und Zeitgeschichte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Wirtschaftswunderjahre)
Ausstellung: Landmaschinengroßhandlung Buchloe (Fortschritt und Entwicklung der Landtechnik von der einfachen Mähmaschine aus der Zeit um 1900 bis zum Mähdrescher aus der Mitte des 20. Jahrhunderts in Schwaben)
Milchverarbeitung (Sammlung und Präsentation von Gerätschaften zur Milchverarbeitung bzw. Käseherstellung)
Ländliche Kleidung (Alltags- und Festgewand in Schwaben)
Flachsverarbeitung (Flachsanbau im Allgäu/19. Jahrhundert, Verarbeitungsschritte)
Torfabbau im 19. Jahrhundert
Ausflugslokale in Schwaben
• Sammlung und Ausstellung von Gerätschaften zur Feld- und Waldarbeit
• Sammlung und Ausstellung von ländlichen Wagen und Schlitten (über drei Etagen, darunter ein sog. Phaeton mit dem Pfarrer Sebastian Kneipp bereits gereist war)

Eingerichtete Werkstätten:
Wagnerei, Bürstenbinderei, Schuhmacherei, Küferei, Schmiede, Fotolabor mit Fotostudio aus den 1970er Jahren

Sammlung:
Die kulturgeschichtliche Sammlung umfasst weit über 50.000 historische Objekte, vor allem Möbel, Textilien, Arbeitsgeräte und Haushaltswaren sowie bedeutende Zeugnisse aus dem Bereich des Schützenwesens. Die Objekte werden systematisch erfasst, beschrieben, ggf. restauriert und sorgfältig aufbewahrt. Die Sammlung und Objektgruppen dienen der umfangreichen Forschungs- und Archivarbeit.