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KRÄUTERWEIHE

Geweihte Kräuter im Bauernhofmuseum

Kräuterweihe

Am Dienstag, den 15. August, findet um 9.00 Uhr zum Hochfest Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe vor der St.-Leonhard-Kapelle im Schwäbischen Bauernhofmuseum statt.

Seit der Mitte des 7. Jahrhunderts wird am 15. August Natale Sanctae Mariae, der Heimgang der Gottesmutter, zugleich als ihr Wiegenfest zum ewigen Leben gefeiert. Papst Sergius I. (687-701) feierte es mit einer Prozession von der Hadriankirche zur Kirche Santa Maria Maggiore in Rom. Nach der Verkündigung von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel gewann das Fest weiter an Bedeutung. Die Bezeichnung Hochfest in den Messbüchern bringt dies zum Ausdruck. Der Brauch einer Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt dürfte im 10. Jahrhundert entstanden sein, um heidnische Bräuche abzuwehren bzw. zu verchristlichen.

Im Herrgottswinkel, auf dem Dachboden oder im Stall angebracht, sollen die gebundenen und geweihten Kräuter die Hausbewohner und das Vieh im Alltag vor vielerlei Gefahren schützen.

Boschenbinden

Am Tag zuvor, Sonntag, den 13. August, können Besucher ab 15.00 Uhr selbst Kräuterboschen binden. Franziska Wacker vom Heimatdienst Illertal e.V. zeigt, welche Pflanzen in einen solchen Boschen gehören und erklärt das Zusammenstellen von Grün, Blüten, Kräutern und Erdfrüchten.

Besucher sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Bringen Sie hierfür  - wenn möglich - bitte Kräuter, Blüten und Grün aus dem eigenen Garten sowie eine Gartenschere, Draht oder Band mit.