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KRÄUTERKÜCHE

Nahrungs- und Heilmittel

Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 25. Mai | Sonntag, 24. September

Wildpflanzen dienten lange vor ihrer ersten schriftlichen Erwähnung als Nahrungs- und Heilmittel. Ob die Pflanzen zum Verzehr oder für Kräuterarzneien geeignet waren, wurde durch Ausprobieren erkundet. Mit der Ausdehnung der Handelsrouten verbreiteten sich die Heil- und Gewürzkräuter und das Wissen über ihre Verwendung in alle Himmelsrichtungen. Kräuter werden meist in der Küche oder als Heilmittel eingesetzt, finden aber auch in vielen anderen Bereichen Verwendung.

Zur Kräuterküche lädt Kräuter- und Waldpädagogin Birgit Artner ein. Nach einer kurzen Einführung mit eingehender Erläuterung der Wirkweise folgt das Sammeln und Bestimmen der Kräuter im weitläufigen Museumsgelände. Diese werden dann verwertet und gemeinsam genossen.

Kursleiterin: Birgit Artner, Memmingen

Treffpunkt: 10 Uhr an der Museumskasse

Kursbeitrag: 10,00 Euro (zzgl. erm. Eintritt)

Teilnehmerzahl: max. 15 Teilnehmer

Dauer: ca. 3 Stunden (Ende ca. 13 Uhr)

Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung möglich: Tel. (0 83 94) 14 55 | info@bauernhofmuseum.de

 

Information:

Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind empfehlenswert.

 

Die Brennnessel (25. Mai)

Die Brennnessel ist unser wertvollstes heimisches Superfood – mit Spitzenwerten, was Eiweiß, Eisen, Kieselsäure und Chlorophyll anbelangt. Aufgrund des hohen Gehalts an Kieselsäure wird Brennnesseltee seit jeher als Schönheitstonikum getrunken und als Haarspülung verwendet: für volles Haar bis ins hohe Alter. Brennnesselsamen, besonders reich an essentiellen Fettsäuren, wurden zur Steigerung der Vitalkräfte, als Aphrodisiakum und als Potenzmittel verzehrt. Wir können die Blätter das ganze Jahr hindurch verwenden. Als Frühjahrskur verwenden wir sie traditionell als Tee, in Spinat, Aufläufen, auf der Quiche, in Pastagerichten und Risottos.

Der Wegerich (24. September)

Spitzwegerich ist die Erste Hilfe bei Husten und Insektenstichen. Durch den sehr hohen Anteil an Schleimstoffen besänftigt er die Atemwege sofort. Breitwegerich ist im Gegensatz zum Spitzwegerich keine Arzneipflanze, eignet sich aber hervorragend für die tägliche Versorgung mit Phytonährstoffen. Der Breitwegerich war der Freund der Pilger: in den Schuh hineingelegt, als Erstversorgung und Heilbeschleuniger bei Blasen. Der hohe Anteil an Schleimstoffen wirkt glättend und besänftigend auf alle Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes und regt das sanfte Ausleiten von Giften an. Der Wegerich, der „Wegbeherrscher“, galt als zweitwichtigste aller germanischen Heilpflanzen (nach dem Beifuß). Er ist lecker in Suppen, in Ausbackteig, Kräutermischungen und Salaten.