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ALTE HAUSTIERRASSEN

Die Außenanlagen des Musems vervollständigen das Bild vom alten Schwaben. Hier hält das Bauernhofmuseum alte Haustierrassen, um seinen Besuchern einen Eindruck von der Tierwelt auf dem alten Bauernhof zu geben.

Zaupelschaf

Im Herbst 2000 konnte das Schwäbische Bauernhofmuseum ein paar Zaupelschafe, eine bei uns völlig ausgestorbenen Rasse, aus Ungarn einführen. Im frühen 18. Jahrhundert gelangten Zaupelschafe mit schwäbischen Auswanderern nach Ungarn. Heutzutage gibt es auch dort nur mehr einen einzigen Züchter, von dem das Museum ein paar Exemplare erhalten konnte.
Somit sind die Tiere fast 300 Jahre nach ihrer Ausreise in ihre angestammte Heimat zurückgekehrt.

Oberländer Noriker (Süddeutsches Kaltblut)

Die Oberländer Noriker (Oberländer Kaltblut) verdanken ihren Namen der ehemaligen römischen Provinz Noricum, dem heutigen Kärnten. Die edlen, mittelschweren Kaltblüter werden erstmals in einem bischöflichen Erlass von 1565 erwähnt. Der geduldige Oberländer Noriker wird in alpinen Regionen zur Bewirtschaftung von Steilflächen, in der Waldnutzung als sogenanntes "Rückepferd", außerdem natürlich als Gespannpferd eingesetzt. Seine Eleganz und sein ruhiges Temperament machen ihn zu einem vielseitigen und beliebten Freizeitpferd.

Schwäbisch-Hällisches Schwein

Das robuste Schwäbisch-Hällische Schwein stammt vom keltisch-germanischen Schwein ab. Ende des 18. Jahrhunderts wird das "Hällische Landschwein" zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Da Hals, Beckengegend, Oberschenkel, Schwanz und vor allem der Kopf schwarz gefärbt sind, werden die Tiere auch als "Mohrenköpfe" bezeichnet. In der Bundesrepublik gibt es heutzutage ca. 150 eingetragene Zuchtsauen und 15 Eber.

Allgäuer Original Braunvieh

Über Jahrhunderte hinweg war das Allgäuer Original Braunvieh im Voralpen- und Alpengebiet verbreitet. Die einst für ihre Genügsamkeit und hohe Milchleistung bekannte Rasse stammt vom ältesten europäischen Hausrind, dem Torfrind ab. Mittlerweile befindet sich das Allgäuer Original Braunvieh auf der Liste der stark vom Aussterben bedrohten Rinder in Bayern.
Seit 1995 nimmt sich ein Zuchtverein der Erhaltung dieser Rasse an. Eine Laune der Natur ist mitunter eine gurtartige hellere Pigmentierung rings um Bauch und Rücken der ansonsten hell-
oder dunkelbraun gefärbten Tiere.

Augsburger Huhn

Das Augsburger Huhn ist die einzige bayerische Hühnerrasse. Sie wurde um 1880 in der Augsburger Gegend aus italienischen Lamotta- und französischen La Flèche-Hühnern gekreuzt. Das schwarz glänzende, grünlich schimmernde Augsburger Huhn trägt als besonderes Merkmal einen Becher- oder Kronenkamm (früher: Augsburger Kamm). Diese Rasse gilt heute als extrem gefährdet; 2002 zählte man offiziell nur noch etwa 120 Tiere.

 

 

Bayerische Landgans

Die bayerische Landgans gehört zu den vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen. In ihrem Gefährdungsgrad steht sie unter Bestandsbeobachtung laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Die Bayerische Landgans erinnert in ihrem Erscheinen und Verhalten an die verwandte Graugans.