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PRESSE

Mo. 20.03.17

Palmweihe und Osterferien im Bauernhofmuseum Kreisheimatpflegerin erklärt Osterbräuche und blickt dabei in die Küche

Kronburg-Illerbeuren. Das Schwäbische Bauernhofmuseum in Illerbeuren lädt zu einem Familienausflug ein. Zur Einstimmung auf die Osterzeit erklärt Kreisheimatpflegerin Monika Zeller am Sonntag, 26. März 2017, die Bedeutung und Herkunft der Osterbräuche.
Die Karwoche wird am Sonntag, 9. April 2017, mit der Palmweihe eingeleitet. Für die jüngsten Museumsbesucher gibt es in den Osterferien verschiedene Mitmachangebote.

"Vom Osterlamm und Osterfeuer - Osterbräuche im Allgäu"

Kreisheimatpflegerin Monika Zeller erklärt am Sonntag, den 26. März um 14 Uhr im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren was hinter dem Osterfest steht. Neben der Bedeutung und Herkunft der uns heute so vertrauten Bräuche, geht es besonders ums Mitmachen: Ostereierfärben mit Naturfarben, ein Osterbrot selbst backen und saftigen Oster Schinken probieren. Dabei werden auch Bräuche in den Blick genommen, die speziell im Allgäu anzutreffen sind: wie das "Eierspicken" oder das "Eierwerfen". Es wird erklärt, welche Verbindung es zwischen heidnischen und christlichen Osterfeiern gibt und was das alles mit dem Mond, dem Frühling und der Fastenzeit zu tun hat. Den kulinarischen Hintergrund beginnt Monika Zeller mit der Fastenzeit und erklärt die Speisen am Gründonnerstag, Karfreitag und schließlich am Ostersonntag.
Die Teilnahme ist gebührenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Öffnungszeiten zu Ostern

Am Karfreitag, den 14. April, hat das Bauernhofmuseum geschlossen. Ansonsten ist es einschließlich am Ostermontag, den 17. April, von 9 - 18 Uhr geöffnet.

Palmboschen und Palmbrezen

Im Bauernhofmuseum findet die Palmweihe am Sonntag, den 9. April um 9 Uhr statt. Die Palmzweige werden vor der Museumskapelle St. Leonhard unter freiem Himmel geweiht. Die Segnung und den Gottesdienst übernimmt Pater Xaver Berchtold aus Buxheim. Am Samstag zuvor, den 8. April, können ab 13.30 Uhr eigene Palmboschen im Bauernhofmuseum unter Anleitung gebunden werden. Material für kleine Palmboschen wird zur Verfügung gestellt. Die Weidenkätzchen werden mit Zweigen u.a. von Wacholder, Buchsbaum, Eibe, Thuja, Tanne und Stechpalme zu Boschen gebunden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hintergrund: Palmboschen zum Schutz von Mensch und Hof
Die Palmweihe erinnert jedes Jahr wieder an die Bibelgeschichte und weist auf den letzten Sonntag vor Ostern hin. An diesem Tag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Das Volk legte ihm zu Ehren Palmzweige aus, um ihn als König des Friedens und der Gerechtigkeit willkommen zu heißen.
Diesseits der Alpen traten in Ermangelung von Palmzweigen je nach Region die Kätzchen von Weide oder Haselnuss an deren Stelle.
Im Allgäu spricht man von „Palmboschen“, hohen Stangen, an denen die Palmzweige festgebunden sind. Zusätzlich verzieren Bänder und "Palmbrezeln" die Stangen, die, je nach Region, ganz unterschiedlich aussehen können. Früher wurden diese nur von jungen Burschen getragen, da es dafür wohl einiger Kraftanstrengung bedurfte. Inzwischen sind kurze "boschige" Stangen üblich, die vor allem von Kindern getragen werden.
Die geweihten Palmboschen sollen Mensch und Hof vor Feuer oder Unwetter schützen. Noch heute werden die Sträuße zum Beispiel im Herrgottswinkel, unter dem Dach, im Stall oder am Gartenzaun anbracht. Früher steckte man die Boschen im Sommer auch ins Feld, um so die Feldfrüchte vor Gewitterschäden zu bewahren.

Honorarfreies Bildmaterial kann erfragt werden.

Kontakt Museum
Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren
Museumstraße 8 | 87758 Kronburg-Illerbeuren
Telefon: (0 83 94) 14 55 | Fax: (0 83 94) 14 54
info@bauernhofmuseum.de || www.bauernhofmuseum.de

Öffnungszeiten:

1. März bis 31. März 10–16 Uhr
1. April bis 15. Oktober 9–18 Uhr
16. Oktober bis 30. November 10–16 Uhr

Montags (außer an Feiertagen) und am Karfreitag geschlossen.

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