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PRESSE

Do. 09.08.18

Sommerkino im Bauernhofmuseum

Kronburg-Illerbeuren. In den lauen Sommernächten veranstaltet das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren (Lkr. Unterallgäu) ein Open-Air-Kino, bei dem drei Filme passend zu den 1950er Jahren gezeigt werden. Wie immer sind darunter auch selten gezeigte Juwelen der Filmgeschichte.

Die 50er Jahre in den Bergen

Passend zur Sonderausstellung "Leben in den Bergen. Alpen - Himalaya" und der Neugestaltung des Nattererhofes stehen dieses Jahr die 50er Jahre im Mittelpunkt der kleinen Filmreihe; die Alpen bilden mit ihrer beeindruckenden Silhouette im Hintergrund eine würdige Kulisse.

Auftakt der Reihe bildet die Romanverfilmung von Ludwig Ganghofers „Der Jäger von Fall“. Der archetypische Heimatfilm aus dem Jahr 1956 erzählt eine klassische Liebesgeschichte, bei der die Liebenden allerlei Hindernisse überwinden müssen. (Samstag, 11. August)

Der Schweizer Anti-Heimatfilm „Der Verdingbub“ (2011) zeigt die 50er Jahre hingegen aus einer gänzlich anderen Perspektive: Der viel zitierten „heilen Welt“ werden eindringlich Armut, Tristesse und menschliche Grausamkeit entgegengestellt, wenn zwei Verdingkinder sich auf einem Hof durchschlagen müssen. (Mittwoch, 15. August)

Abschluss und Höhepunkt bildet die selten gezeigte Version der „Geierwally“ aus dem Jahr 1941. Die ideologieträchtige Verfilmung wurde während der Kriegsjahre in Tirol gedreht und überzeugt vor allem durch Heidemarie Hatheyer als starke Wally Fender. (Samstag, 18. August)

Die Filme beginnen jeweils ab 20.30 Uhr, bei Schlechtwetter findet das Kino in einer Tenne statt. Es gilt der normale Museumseintritt, Jahreskarten sind gültig.

Samstag, den 11. August, ab 20.30 Uhr

Der Jäger von Fall (1956, Gustav Ucicky)

Jäger Friedl liebt die Sennerin Marei, doch die hat ein uneheliches Kind vom skrupellosen Wilderer Blasi, dem Friedl unbedingt das Handwerk legen will. Und dann heiratet der Kindsvater Blasi auch noch eine andere Frau…

Die vierte Verfilmung von Ludwig Ganghofers gleichnamigen Erfolgsroman ist ein klassischer Heimatfilm der 1950er Jahre, der durch seinen gelungenen Spannungsbogen äußerst unterhaltsam ist.

Mittwoch, den 15. August, ab 20.30 Uhr

Der Verdingbub (2011, Markus Imboden)

Die Verdingkinder Max und Berteli sind auf dem Hof der Eheleute Bösinger untergebracht und müssen sich ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten. Während zwischen den beiden eine zarte Freundschaft keimt, verschlechtern sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bösingers immer mehr. Und dann wird Berteli von Bösingers Sohn Jakob schwanger…

Mit dem preisgekrönten Drama zeichnet der Schweizer Regisseur Markus Imboden ein sehr düsteres Bild der 1950er Jahre - und schafft einen echten Anti-Heimatfilm.

Samstag, den 18. August, ab 20.30 Uhr

Die Geierwally (1941, Hans Steinhoff)

Wally Fender, genannt Geierwally, liebt den mittellosen Jäger Josef, weshalb sie den Bauern Vinzenz nicht heiraten will und in die Berge flieht. Doch Jäger Josef scheint bereits eine Geliebte zu haben - die junge Afra. Wallys Eifersucht ist angestachelt…

Die ideologieträchtige Verfilmung von Wilhelmine von Hillerns gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1875 besticht durch eine starke Frauenrolle und fand auch im Ausland große Beachtung.

Honorarfreies Bildmaterial kann erfragt werden.

Kontakt Museum:

Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren
Museumstraße 8 | 87758 Kronburg-Illerbeuren
Telefon: (0 83 94) 14 55 | Fax: (0 83 94) 14 54
info@bauernhofmuseum.de || www.bauernhofmuseum.de

Öffnungszeiten:

1. März bis 31. März 10–16 Uhr
1. April bis 15. Oktober 9–18 Uhr
16. Oktober bis 30. November 10–16 Uhr

Montags (außer an Feiertagen) und am Karfreitag geschlossen.

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