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KULTURPFLANZEN

Der Bauer, der heute Getreide anbaut, sät nicht mehr den Weizen, den noch sein Großvater kultivierte. Die Bohnen, die wir heute im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt kaufen, sind in den meisten Fällen nicht mehr die Sorte, die vor weniger als 50 Jahren noch gebräuchlich war. Und will man eine Apfelsorte sehen, die schon vor 150 Jahren den Kindern schmeckte, bleibt nichts anderes als der Weg ins Museum. 

Getreide, Öl- und Faserpflanzen

Das Bauernhofmuseum zeigt auf seinem Gelände nicht nur eingerichtete Häuser, sondern baut auch alte Kulturpflanzensorten an. In der Baugruppe Mittelschwaben ist ein Bereich dem Anbau von - vorwiegend - Getreide vorbehalten. Viele der angebauten Sorten wurden aus Kleinstmengen von Körnern vermehrt, die von Genbanken und ähnlichen Einrichtungen stammen, so dass mittlerweile ganze Äcker bestellt werden können. Weitere Ackerpflanzen sind Hanf und Lein, die Ölsamen und Fasern liefern.

Bauerngärten

Die zu den Häusern gehörenden Bauerngärten bilden für viele Besucher einen großen Anziehungspunkt. Denn hier ist zu sehen, in welcher Vielfalt und Mischung (Gemüse, Blumen, Heilkräuter) diese kleinen Reiche gepflegt und gehegt wurden. 

 

Obstbäume

Was das Bier für die Bayern war, war der Most für Schwaben. Gewonnen aus Äpfeln und Birnen erfrischte er Generationen von Bauern - heute ist er fast nur noch ein Getränk von Liebhabern. Die Obstbäume säumten einst die Straßen, an den Ortsrändern befanden sich die Obstwiesen. Aber nicht nur die Obstbäume sind weniger geworden, auch viele Sorten sind in Vergessenheit geraten. Das Bauernhofmuseum pflanzt im Rahmen der Museumserweiterung immer wieder solche Obstsorten, die bereits vor hundert Jahren bekannt waren und gepflanzt wurden.